| Gegen den MOX-Wahnsinns-Transport |
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| Samstag, 6. Februar 2010 | |
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Heute Mittag startet in Hameln die Demo des Anti-Atom-Plenums Weserbergland - BBU fordert zur Teilnahme auf - viele Demonstranten erwartet Bonn/Hameln/Grohnde (wbn). Der in Bonn ansässige Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft für den heutigen Samstag zur Teilnahme an der Anti-Atomkraft-Demonstration in Hameln auf. Die Demonstration richtet sich besonders gegen drohende Atomtransporte von der Atomfabrik im britischen Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde. Konkret sollen hochgefährliche, plutoniumhaltige Brennelemente, sogenannte MOX-Brennelemente, transportiert werden. Zunächst sollen 8 von 64 Brennelementen per Schiff über die Nordsee nach Deutschland gebracht werden. Von der Küste aus sollen sie dann mit zwei Lastwagen nach Grohnde gebracht werden. Die Demonstration beginnt heute um 13.00 Uhr am Hauptbahnhof in Hameln. Von den Organisatoren werden mehrere Hundert Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. Fortsetzung von Seite 1 Die Organisatoren der Demonstration fordern von Bundesumweltminister Röttgen, den Einsatz von MOX-Brennelementen grundsätzlich zu verbieten. Dieser Forderung schließt sich der Bundesverband Bürgerinitiativen an. Organisiert wird die Demonstration vom Anti Atom Plenum Weserbergland, zur Teilnahme rufen Bürgerinitiativen, Verbände und Parteigliederungen aus Niedersachsen sowie aus Nordrhein-Westfalen auf. Gefordert wird ein generelles „Nein“ zu Atomtransporten und das sofortige Umschalten von der Atomstromproduktion hin zu erneuerbaren Energien. Seine Teilnahme begründet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wie folgt: „Mit der Demonstration soll auf die vielfältigen Probleme und Gefahren aufmerksam gemacht werden, die mit den MOX-Brennelementen verbunden sind. Ihr Transport ist gefährlich, der Einsatz im Atomkraftwerk Grohnde ebenso. Und für den Atommüll, der im Atomkraftwerk anfällt, gibt es weltweit keine sichere Lagerungsmöglichkeit. Wie verantwortungslos bislang mit Atommüll umgegangen wurde, verdeutlicht das Skandal-Atommüll-Lager Asse. Zudem setzt die Herstellung von MOX-Brennelementen die Wiederaufbereitung anderen Atommülls voraus. Die Wiederaufbereitung führt aber zu der radioaktiven Verseuchung der Meere und der Abluft. In der Umgebung der Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield haben die Menschen ein höheres Risiko an Krebs zu erkranken. Bei einem Unfall des MOX-Atomtransports mit längerem Brand oder starkem Aufprall kann neben Uran auch Plutonium frei werden. Schon ein Millionstel Gramm Plutonium kann, wenn es eingeatmet wird, Krebs erzeugen. Auch besteht bei MOX-Brennelementen die Gefahr des militärischen Missbrauchs, da das enthaltene Plutonium zur Herstellung von Atombomben genutzt werden könnte. Außerdem kann der Transport Ziel eines terroristischen Anschlags werden. Weiträumige Verseuchungen wären die Folge.“ |
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