| Mahnwachen der Kernkraftgegner gegen Transport aus Sellafield angekündigt |
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| Samstag, 6. Februar 2010 | |
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Mehr als 600 Demonstranten protestieren in Hameln friedlich gegen die hochgiftigen MOX-Transporte nach Grohnde - Veranstalter spricht von großem Erfolg
Hameln/Grohnde (wbn). Mehr als 600 Demonstranten haben heute in der Hamelner Innenstadt gegen den Transport von hochgiftigen MOX-Brennelementen aus dem britischen Sellafield in das niedersächsische Kernkraftwerk Grohnde protestiert. Sie forderten Bundesumweltminister Röttgen auf den Einsatz solcher Brennelemente grundsätzlich zu verbieten.
Unter den Demonstranten waren die heimischen Bundestagsabgeordneten Lösekrug-Möller (SPD), die Bundestagsabgeordnete der Linken, Krellmann sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Watermann. Watermann kennt noch die Akteure der alten Kernkraftgegner aus den großen Grohnde-Demonstrationen und hat an diesem Samstag wieder bekannte Gesichter von damals gesehen.Seine Erkenntnis: Der Widerstandswille von damals ist noch immer abrufbar.
(Zu den Bildern: Diszipliniert zog der Demonstrationszug durch die Hamelner Innenstadt. Mitte: Demonstrantin mit Rattenfänger. Unten: Organisator Schlinkmann beim Bad in der Menge. Fotos: Lorenz)
Bei den Abschlußansprachen vor dem Hochzeitshaus in der Hamelner Innenstadt kündigte er eine „Mahnwache“ gegen die MOX-Transporte nach Grohnde an, die terminlich und routenmäßig offenbar noch nicht feststehen, aber im Frühjahr erwartet werden. „E.on – E.off“ lauteten die Parolen der Kernkraftgegner. Dass es auch gute Beispiele für Energiepolitik gebe, machte Rainer Sagawe als einer der heimischen Sprecher der Anti-Kernkraft-Bewegung am Beispiel der neu gegründeten Stadtwerke Weserbergland deutlich. Diese würden zunehmend auf alternative Energien setzen und wurden ausdrücklich als umweltbewusster Energieversorger empfohlen.
(Zu den Bildern: Die Demonstranten hatten sich mit zahlreichen Plakaten und Transparenten präpariert. Ganz unten: Vor dem Hamelner Hauptbahnhof versammelten sich die Demonstranten, die hauptsächlich aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angereist waren. Fotos: Lorenz) |
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Von Ralph Lorenz
Gleichzeitig demonstrierten sie in einem friedlichen Umzug, der sich vom Hamelner Bahnhof in die Innenstadt vor die Hochzeitshausterrasse bewegt hatte, auch gegen den „Ausstieg vom Ausstieg aus der Kernkraft“.
Organisator Bernd Schlinkmann vom Anti-Atomkraft-Plenum Weserbergland zeigte sich im Gespräch mit den Weserbergland-Nachrichten.de von der großen und engagierten Teilnehmerzahl angenehm überrascht. Er wäre schon mit dreihundert Teilnehmern zufrieden gewesen. Dass tatsächlich gut 600 Kernkraftgegner seinem Ruf als Organisator gefolgt seien, habe ihn doch sehr gefreut und lasse den großen Widerstand gegen die Kernenergiepläne der Bundesregierung erkennen, sagte Schlinkmann.
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An der Großdemonstration nahmen sämtliche namhaften Anti-Atomkraft-Bündnisse des Nordens teil. Die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise kam aus München.

















